Wie aussagekräftig ist der BMI?

 

Es gibt viele Möglichkeiten, um die Veränderungen des Körpers während der Abnahme zu dokumentieren. Einige Leute achten nur auf das Gewicht, andere messen den Körperfettanteil und wieder andere überprüfen Hüft-, Bein- und Bauchumfang regelmäßig. Eine weitere Möglichkeit ist der BMI. Damit wollen wir uns nun beschäftigen.

Der BMI ist die Abkürzung für "Body Mass Index". Er beschreibt das Verhältnis zwischen Körpergröße und Körpergewicht. Viele Webseiten beinhalten einen BMI-Rechner und bieten das einfache und bequeme Ausrechnen des BMI an.

Doch es muss nicht unbedingt ein digitaler BMI-Rechner sein. Du kannst selbst Deinen BMI im Kopf oder mit dem Taschenrechner herausfinden. Dazu brauchst Du nur zwei Daten: Dein Gewicht und Deine Größe. Dann teilst Du das Gewicht (in Kilogramm) durch die Größe (in Metern) zum Quadrat. Hier greifen die meisten Leute tatsächlich zum Taschenrechner, doch so schwer ist die BMI-Formel nicht, wenn man sie einmal verstanden hat.

BMI errechnen durch Maßband

Das Ergebnis des BMI wird dann bewertet. Liegt der Wert zwischen 18,5 und 25, befindet man sich im Bereich des Normalgewichts. Liegt der Wert unter 18,5, so ist man laut BMI untergewichtig. Zwischen 25 und 30 hat man Übergewicht und alles was über dem Wert von 30 liegt, deutet auf Adipositas hin.

In den letzten Jahren ist der BMI kritisiert worden, da er durch unpräzise Werte keine guten Ergebnisse liefern würde. Er würde einige Menschen eher verwirren, anstatt ihnen zu helfen. Viele Sportler sind laut dem BMI übergewichtig. Dabei besteht ihr Gewebe hauptsächlich aus Muskeln und nicht aus Fett. Die Kritik ist sofern berechtigt, das Daten wie das Alter, das Geschlecht, der Fett- und Muskelanteil des Körpers und die Statur nicht berücksichtigt werden.

Jetzt fragt man sich natürlich, ob der BMI überhaupt noch sinnvoll oder nicht schon überholt ist.

So einfach ist es allerdings nicht. Der "ursprüngliche" BMI berechnet teils keine präzisen Werte. Neue BMI-Rechner berücksichtigen dennoch das Alter, was die Ergebnisse wieder ein wenig exakter macht. Gerade bei erhöhtem Alter ist es nicht verwerflich, ein paar mehr Fettreserven zu haben. Auf diese kann der Körper zurückgreifen, wenn es zu Erkrankungen kommt. Bis zu einem Wert von 28 darf der BMI dann schon hochgehen.

BMI Aussagekraft

Wenn Du einen sicheren Wert haben möchtest, dann misst Du am besten Deinen Bauchumfang. Das machst Du morgens, wenn Du noch nüchtern bist. Messe den Umfang knapp über dem Bauchnabel und lege das Maßband nicht zu fest an. Einschneiden sollte es auf keinen Fall (Du möchtest ja nicht mogeln!). Liegt der Wert über 80 cm, wenn Du eine Frau bist oder über 94 cm, wenn Du ein Mann bist, solltest Du überlegen, diesen zu reduzieren.

Besonders Bauchfett, auch Viszeralfett genannt, kann sehr schädlich sein. Es umhüllt die inneren Organe und fördert Entzündungen. Ich möchte sogar behaupten, dass es am Körper keine ungünstigere Stelle für Fettansammlungen gibt.

In Fitnesstudios wird kaum noch mit dem BMI gearbeitet. Es gibt mittlerweile andere Techniken, um die Veränderungen beim Abnehmen zu dokumentieren. Wer sich regelmäßig wiegt, kann mit einer Körperfettwaage die Werte präzisieren. Bei fast allen Möglichkeiten der Messung spielen äußere Faktoren eine Rolle. Beim Wiegen können es beispielsweise Wassereinlagerungen sein, die durch warmes Wetter oder die Periode (das betrifft nur Frauen) zustande kommen.

Unabhängig davon, welche Messvariante Du bevorzugst, Du solltest immer die mitspielenden Faktoren beachten.

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